Über Martin Schuster

Martin Schuster ist der Initiator der Sportchronik Warnemünde.

Tennissport in Warnemünde: Drei Jubiläen im Jahr 2012

Seit 100 Jahren wird in Warnemünde schon Tennis gespielt. Das wird am kommenden Wochenende gebührend gefeiert, ebenso wie das 20-jährige Bestehen des Tennisvereins Blau-Weiß Warnemünde sowie „Ganz in Weiß”.

Am Freitag wird ab 11 Uhr bei einem öffentlichen Empfang im Tennishaus in der Parkstraße die Chronik über den Tennissport in Warnemünde vorgestellt und am Sonntag zum 20. Mal das beliebte Traditionsturnier „Ganz in Weiß” ausgetragen. „Wir bitten um Einhaltung der Kleiderordnung!“, lautet der wichtigste Satz auf dem Plakataushang. Denn die Herren spielen traditionell in langer weißer Hose sowie mit Hut und Krawatte. Hüte und weiße Röcke tragen die Damen.

Die ersten Spiele auf der modernen Tennisanlage beginnen am Sonntag um 10.30 Uhr. Zuschauer sind bei dieser amüsanten Schau natürlich herzlich willkommen!

Anmerkung zum aktuellen Vereinswappen des Tennisvereins:

Da unsere Recherchen keinen Anhaltspunkt auf ein Gründungsjahr 1912 ergeben haben, hat sich der Vorstand entschieden den Zusatz „GEGRÜNDET 1912“ zu entfernen.

Konzept zur Verbesserung der sportlichen Bedingungen

Damit sich die sportlichen Bedingungen für Warnemünde verbessern, gibt es ein ganzheitliches Konzept der Hansestadt für das Ostseebad. „In diesem  Zusammenhang wird die gesamte Anlage in der Parkstraße erneuert“, sagt Nico Seefeldt vom Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE). Zwei Kunstrasenfelder werden neu angelegt. Das erste ist bereits seit vergangenem Jahr fertiggestellt und  in Nutzung. Bei dem zweiten soll in Kürze der Baustart sein. Wenn alles fristgerecht läuft, soll es zum Herbst fertig sein. Weiterlesen

„Riesenaufwand, aber wir gehen jeder Spur nach“

Eckart Peters erforscht gemeinsam mit Martin Schuster die Geschichte des Sportes in Warnemünde / Chronik als Broschüre oder Buch wäre der Idealfall

Eine Chronik des Sportes in Warnemünde von den Anfängen bis zur Gegenwart – Eckart Peters hat sich einer Aufgabe verschrieben, „die mit einem Riesenaufwand verbunden ist, einige Jahre dauern wird, sofern wir überhaupt die Zeit dazu haben“. Auslöser war 2009 das 60-jährige Jubiläum des SV Warnemünde – dem er als Leichtathlet selbst seit 1955 angehört –, „als wir feststellten, dass wir noch nicht mal unsere eigene Geschichte kennen“. Weiterlesen

75. Warnemünder Woche: Jubiläumsfeier mit vielen Höhepunkten vom 7. bis 15. Juli 2012

Siegerehrungen im Festsaal und Preise von seiner königlichen Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg – so sah die WARNEMÜNDER WOCHE vor gut 85 Jahren aus! 1926 gingen die gemeinsam von Rostocker- und Warnemünder Segel-Clubs veranstalteten Verbands- und Ausgleichsfahrten vor Warnemünde als erste WARNEMÜNDER WOCHE in die Geschichte ein.

Unter dem Namen Internationale Ostseewoche zwischen 1951 und 1990 beliebt, ist die heutige WARNEMÜNDER WOCHE eine der größten internationalen Segelsportveranstaltungen Deutschlands. Im Jubiläumsjahr bietet sie vom 7. bis 15. Juli 2012 nicht nur hochrangigen Sport auf dem Wasser (Laser Europa Cup, IDM OK-Dinghy und Hobie Cat 16, German Open Soling und Hobie Cat 14, hanseboot Rund Bornholm) und rund 2.000 Segler aus 30 Nationen, sondern auch jede Menge historischen Glanz: mit einem feierlichen Rahmenprogramm, einer Ausstellung und einem Festempfang des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock wird an den Glanz einstiger Zeiten erinnert.

Sportliches “Jubiläumsangebot”

Summerfeeling in Warnemünde: direkt am Strand unterhalb des Teepotts schlagen 2012 die Segler der Zweirumpfboote ihr Lager auf. Zuschauerattraktiv starten sie zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der Hobie Cat 16 und German Open der Hobie Cat 14 direkt vom Strand. Ergänzt durch den Laser Europa Cup mit knapp 300 Teilnehmern, der Internationalen Deutschen Meisterschaft der OK-Dinghy und der German Open im Soling stehen damit gleich zahlreiche spannende Entscheidungen im Mittelpunkt der 75. WARNEMÜNDER WOCHE. Erstmalig wird auch Kuttersegeln im Rahmen des internationalen Segelsportevents stattfinden. Des Weiteren starten Ranglistenregatten in 14 Bootsklassen, darunter wieder die paralympische Bootsklasse 2.4mR, D-One und A-Cat. Weiterlesen

Neue Sporthalle an der Parkstraße könnte schon 2012 stehen

Zurzeit entsteht auf dem Gelände der erste Kunstrasenplatz. Der zweite wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres fertig. Mit der Halle bekommen die Sportler auch ein neues Vereinsgebäude.

Erdarbeiten im großen Stil in den Sportanlagen an der Warnemünder Parkstraße lassen die Kicker des SV Warnemünde Fußball hoffen, dass der Wunsch nach anständigen Bedingungen doch noch in Erfüllung geht. Seit Jahren schon feilschen die Sportler mit der Kommune um ordentliche Anlagen für den Schul- und Breitensport. Jetzt entsteht der erste Kunstrasenplatz — Baustein eines Gesamtpaketes, zu dem auch noch ein zweiter Kunstrasenplatz gehören soll und in der Perspektive auch die Erneuerung des kleinen Stadions. Weiterlesen

Warnemünde feiert ein Jahrhundert Fußballsport

Zur Feier kam der Oberbürgermeister vorbei. Der Präsident wurde verabschiedet.

Am 1. Juli 1911 saßen fünf ältere Rostocker Schüler am Warnemünder Strand und hatten eine Idee: Eine eigene Fußballmannschaft. Nur einen Tag später traten die Kicker in einem Freundschaftsspiel beim FC Corso bei Laage an und siegten 11:1. Aus diesen Anfängen entstand später der heutige SV Warnemünde Fußball.

Am Sonnabend jährte sich dieses „erste Spiel“ auf den Tag genau zum 100. Mal, was auf dem Sportplatz des SVW gefeiert wurde, auch wenn das Wetter wenig feierlich war. Eigentlich sollten ein Warnemünder und ein Laager Oldie-Team aufeinandertreffen, doch Laage sagte am Freitag ab. Also spielten die Warnemünder Senioren gegeneinander.

Den Feierlichkeiten im kleinen Festzelt wohnten Gäste vom Stadtsportbund, vom Landesfußballverband und aus dem Rathaus bei. Oberbürgermeister Roland Methling war auch gekommen und hatte für die Warnemünder ein kleines Jubiläumspresent, aber auch ein Versprechen mitgebracht: „Spätestens Anfang 2013 werden die zwei Kunstrasenplätze, das neue Vereinsheim und die Dreifelderhalle fertig sein“, sagte der OB und erntete Beifall. Seit Jahren wartet der SVW auf nötige Sanierungen und Neubauten. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum geht es nun voran. Der erste von zwei Kunstrasenplätzen ist auf dem Gelände schon erkennbar und soll Ende August fertig sein. „Und Herr Methling pfeift das erste Spiel auf dem neuen Platz an“, meinte SVW-Vorstandsmitglied Andreas Höttschkes. Der OB bestätigte:

„Wenn sich das einrichten lässt, werde ich das machen. Dann müsste ich eigentlich auch noch fünf Minuten mitspielen.“ Ein paar Tränen kullerten im Festzelt aber auch, denn Vereinspräsident Dr. Frank Bartel wurde offiziell verabschiedet. Er legt sein Amt aus privaten Gründen nieder. „Jetzt fing es richtig an Spaß zu machen, wenn man sieht, dass die Planungen endlich Wirklichkeit werden. Meinen Nachfolgern kann ich nur raten, den Weg, den wir zuletzt eingeschlagen haben, kontinuierlich weiterzugehen“, sagte Bartel.

Desweiteren wurden weitere Mitglieder des Vereins für ihr Engagement vom Stadtsportbund geehrt. Zu guter Letzt zeigte sich noch die neuaufgestellte Landesligamannschaft um Neu-Trainer Roger Franke im Testspiel gegen die eigene Zweite.

Der Artikel von Daniel Heidmann wurde am 04.07.2011 in der Ostsee Zeitung veröffentlicht.

Traditionsspiel zum Jubiläum

Pünktlich zur 74. Warnemünder Woche blicken auch die Fußballer des Seebades auf 100 Jahre Tradition zurück. Anlässlich des Jubiläums wird heute um 15 Uhr auf dem Sportplatz an der Parkstraße das historische Spiel der Fußball-Oldies gegen den FSV Laage 07 ausgetragen. Zuschauer sind ab 14 Uhr willkommen. Es erwartet sie ein vielfältiges Programm mit Musik, Spiel, Sport und Spaß. Um 17 Uhr rundet die neu formierte Herren-Mannschaft des SV Warnemünde die Veranstaltung mit einem internen Derby ab. Auf den Tag genau vor einem Jahrhundert schnürten die Warnemünder Kicker beim FC Corso in Laage erstmals ihre Töppen und gewannen mit 11:1. Einen Tag zuvor konstituierten fünf sportbegeisterte Schüler am Strand von Warnemünde ihre rot-weiße Fußball-Vereinigung von 1911. Aus ihr entstand 1927 der Warnemünder Sport-Verein von 1911, in dem sich auch andere Sportarten wie Leichtathletik, Turnen und Tennis etablierten.

Jugendprogramm Zeitensprünge: Du bist gesucht!

Das Jugendprogramm Zeitensprünge fördert in diesem Jahr das Projekt Sport im Seebad Warnemünde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und sucht dazu interessierte Jugendliche, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten, um anschließend die Ergebnisse zu dokumentieren. Allen Teilnehmern stehen Arbeitsmaterialien und T-Shirts zur Verfügung.

  • Alter: 14 bis 27 Jahre (Jugendliche)
  • Zeitraum: April bis Dezember 2011
  • Deine Aufgabe in einem gemeinsamen Team:
    1. Schwerpunktthema suchen
    2. Recherchieren
    3. und die Ergebnisse dokumentieren

Bei Interesse oder weiteren Fragen meldet euch bitte zeitnah über unsere vielfältigen Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Twitter, Facebook & Co).

Information zum Jugendprogramm

Geschichte kann äußerst spannend sein. Allerdings geraten viele Geschichten zusehends in Vergessenheit, Zeitzeugen sterben, die Quellen verstauben. Gerade für die Jüngeren ist es deshalb wichtig, Geschichte immer wieder neu zu ergründen und sie lebendig zu halten. Im Rahmen der Zeitensprünge-Projektarbeit können sich Jugendliche mit den historischen Ereignissen ihrer unmittelbaren Umgebung auseinander setzen und Geschichte für sich selbst und andere erfahrbar machen.

Methling stellt Bau einer Sporthalle ab 2012 in Aussicht

Über ein Konzept für ihren Ort informierten sich gestern über 200 Warnemünder. Der Oberbürgermeister kam sogar mit einer Überraschung.

Wie ein Heilsbringer, der den Warnemündern endlich die ersehnte Sporthalle in Aussicht stellt, trat Oberbürgermeister Roland Methling gestern vor gut 200 Gäste eines Bürgerforums. Eigentlich kamen sie, um sich über ein Entwicklungskonzept für das Ostseebad zu informieren, das Leitfaden für die kommenden 15 bis 20 Jahre sein soll.

Seine Vision einer neuen Sporthalle siedelt Methling im wohl sensibelsten der Entwicklungsfelder des Ostseebades an: auf der Mittelmole. Er sprach von einer Drei-Felder-Halle mit separatem Gymnastikbereich. Mit Publikumsrängen soll sie mehrfunktional ausgerichtet und auch für Kulturveranstaltungen geeignet sein. „Warum sollte darin nicht auch einmal Roger Whittaker auftreten?“, stellte Methling in Aussicht. Der Bau der Halle könnte seiner Meinung nach 2012 beginnen. Einen Alternativstandort sieht Methling neben den Sportplätzen in der Parkstraße.

Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel lehnt eine Sporthalle auf der Mittelmole aber kategorisch ab. Er halte die Parkstraße für den richtigen Standort. An Methling und die Planer gerichtet, appellierte Prechtel, Voraussetzungen zu schaffen, damit junge Familien nach Warnemünde ziehen können. „Es wäre schlimm, wenn Warnemünde eines Tages so alt ist, dass Roger Whittaker die Halle tatsächlich füllt“, gab er Methling unter großem Gelächter den Ball zurück.

Die Einwohnerzusammensetzung des Ortes war auch eine der Grundlagen für die Planer, die sich mit dem „Strukturkonzept Warnemündes“ befassen. Barbara Genschow, Geschäftsführerin des Rostocker Wirtschaftsinstitutes „wimes“, lieferte die Strukturdaten. Demnach ist Warnemünde der älteste Stadtteil Rostocks und hat zudem die wenigsten jungen Einwohner im Schulalter. Das hohe Durchschnittsalter sei eine Ursache dafür, dass im Ostseebad immer mehr „richtiger“, fester Wohnraum zweckentfremdet zu Ferienwohnungen umfunktioniert werde, vermutet Dr. Andreas Pfadt, Stadtplaner aus Hamburg. „Die Warnemünder verdrängen sich so selbst“, warnt er. Per Satzung sollte der zunehmenden Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen ein Riegel vorgeschoben werden. Noch könne eine Geisterstadt Warnemünde verhindert werden.

Laut Pfadt und seinem Kollegen Wolfgang Oehler vom Hamburger Planungsbüro ASW Convent sollte in Warnemünde der Bau von mindestens 500 neuen Wohnungen ermöglicht werden. Mehling spricht sogar von 500 bis 1000. Als Standorte, so habe es sich auch in den Diskussionen mit der „Fachöffentlichkeit“ in den vergangenen Monaten herauskristallisiert, kommen Gebiete inDiedrichshagen, auf der Hohen Düne, im Bereich des Güterbahnhofes aber auch in der Erweiterung der Gartenstraße und des Wiesenweges in Frage. Letzteres würde die Zukunft einiger Kleingärten in Frage stellen. Als ein weiterer Wohnungsstandort wird die Mittelmole in Betracht gezogen, wobei hier die Meinungen noch stark auseinanderdriften.

Die Mittelmole wird von ausnahmslos allen als ein städtebaulich außergewöhnliches Filetstück betrachtet. Wohnen sei dort jedoch, so scheinen sich die Experten einig, nur im nördlichen Teil, quasi hinter dem jetzigen Bahnhof möglich. Für die Zukunft dieser Halbinsel gibt es viele Wünsche, wie die vergangenen Diskussionsrunden herausstellten. Eine Mischnutzung wird vermutlich Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel und auch Beherbergungen vereinen. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes werde ebenso unumgänglich sein, wie der Rückbau des ungeliebten Fußgängertunnels. Einigkeit scheint unter Planern und Warnemündern zu herrschen, dass die Mittelmole so attraktiv wird, dass sie Kreuzfahrtgäste im Ort hält.

Der Artikel von Achim Treder wurde am 16.11.2010 in der Ostsee Zeitung veröffentlicht.